Die freundliche Feindin

Mehr Frauen in Führungspositionen – das wollen (fast) alle gern. Oft aber wird dieses Ziel geradezu romantisch verklärt: Frauen seien friedfertiger, kommunikativer, teamfähiger … Ach, ja? Wer je unter den subtilen Grausamkeiten einer Bürokollegin, den Erpressungen einer lächelnden Chefin oder scheinbar aus dem Nichts auftauchenden bösen Gerüchten im Büro gelitten hat, wird anderer Meinung sein.

Seit vielen Jahren unterstütze ich meine Klientinnen dabei, sich in sog. „vertikalen“ Berufsbereichen durchzusetzen, wo Rangspiele und Revierauseinandersetzungen den Ton angeben. Darüber habe ich auch einige Bücher geschrieben. Aber bei aller Sympathie: naiv bin ich deshalb nicht.

Denn ich stelle seit Jahren fest, dass immer mehr weibliche Führungskräfte mit Männern in der Firma keine besonderen Probleme haben. Stattdessen taucht ein ganz unerwartetes Hindernis auf: andere Frauen nämlich. In meinem neuen Buch „Die freundliche Feindin“ nehme ich das berufliche Aggressionsverhalten von Frauen unter die Lupe. Für Betroffene kann das eine bittere Erfahrung sein. Allerdings wird diese „horizontale Aggression“ mit ganz anderen Mitteln durchgeführt als etwa in einer männlich dominierten Firma.

Bei Heidi Klum ebenso wie im Nonnenkloster, in Kleinbetrieben wie im Konzern: überall lässt sich zeigen, wie diese Mechanismen funktionieren – aber auch, wie man am wirksamsten dagegen angehen kann. Frauen sind nicht die besseren Führungskräfte. Männer auch nicht. Es braucht beide.

Die freundliche Feindin. Weibliche Machtstrategien im Beruf
Erhältlich als Hardcover mit 224 Seiten im Piper Verlag
für EUR 20,00 (D) | EUR 20,60 (A) | ISBN 978-3-492-05830-8
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